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Klinische Sicherheitsstudie bestätigt Verträglichkeit von Ashwagandha-Extrakt

Das indische Phytoextrakt-Unternehmen Arjuna Natural hat in der Fachzeitschrift Advances in Integrative Medicine eine klinische Sicherheitsstudie zu seinem Ashwagandha-Extrakt Shoden veröffentlicht – standardisiert auf 35 Prozent Withanolid-Glykoside.

Klinische Sicherheitsstudie bestätigt Verträglichkeit von Ashwagandha-Extrakt

Neues Sicherheitsdatenblatt für standardisiertes Ashwagandha-Extrakt: 90 Tage, 62 Probanden, null Auffälligkeiten

Die Untersuchung umfasste 62 gesunde Probanden (32 Männer, 30 Frauen, Alter 18 bis 55 Jahre), die über 90 Tage täglich 480 Milligramm des Extrakts einnahmen. An vier Erhebungspunkten wurden hepatische und renale Funktionsparameter, Blutzucker, Serumcholesterin, Körpergewicht, Blutdruck, Herzfrequenz sowie die Erythrozytensedimentationsrate als Entzündungsmarker erfasst. Laut den Forschern blieben alle gemessenen Größen innerhalb der physiologischen Normbereiche – signifikante Abweichungen vom Ausgangswert wurden zu keinem Zeitpunkt festgestellt.

Warum diese Studie jetzt relevant ist

Die Veröffentlichung fällt in eine Phase erhöhter regulatorischer und wissenschaftlicher Aufmerksamkeit für Ashwagandha-Extrakte. Auslöser: vereinzelte Berichte über idiosynkratische Leberschäden im Zusammenhang mit bestimmten Ashwagandha-Produkten sowie eine anhaltende Fachdiskussion darüber, ob Extrakte aus Wurzel allein ein anderes Sicherheitsprofil aufweisen als Kombinationen aus Wurzel und Blatt. Arjuna positioniert sich mit der Studie bewusst in dieser Debatte und hebt hervor, dass Sicherheitsdaten in der Nahrungsergänzungsmittelbranche oft hinter Wirksamkeitsaussagen zurückblieben. Das Unternehmen verweist auf 150 peer-reviewte Publikationen in 35 Jahren Firmengeschichte und grenzt diesen Ansatz von Wettbewerbern ab, die sich auf nicht veröffentlichte proprietäre Studien oder Marketingliteratur ohne externe wissenschaftliche Begutachtung stützen.

Für die Anwenderpraxis relevant ist der Hinweis der Autoren, dass die 90-Tage-Untersuchungsdauer zwar eine Grundlage schafft, aber nicht ausreicht, um verzögerte Symptome oder kumulative Toxizitätsrisiken zuverlässig zu erfassen. Die Forscher empfehlen Folgestudien mit einer Überwachungsdauer von mindestens sechs Monaten. Wer als Therapeut oder informierter Anwender also mit standardisierten Adaptogen-Extrakten arbeitet, sollte im Blick behalten: Eine einzige Studie mit 62 Probanden über 90 Tage ist ein Baustein – kein Beweis für Langzeitsicherheit.

Was das für den Umgang mit pflanzlichen Extrakten bedeutet

Die Studie unterstreicht ein Prinzip, das für Phytoextrakte jeder Art gilt: Standardisierung auf definierte Inhaltsstoffe – hier 35 Prozent Withanolid-Glykoside – ist Voraussetzung für reproduzierbare Daten, ersetzt aber nicht die klinische Validierung am Menschen. Der Extrakt Shoden wurde in einer Dosierung von 480 Milligramm pro Tag untersucht; Übertragungen auf andere Produkte, Dosierungen oder Kombinationspräparate sind ohne eigene Daten nicht zulässig. Ebenso wenig lassen sich die Ergebnisse auf reine Wurzelextrakte verallgemeinern, wenn das untersuchte Präparat aus Wurzel-Blatt-Kombinationen gewonnen wurde. Die Unterscheidung zwischen Extrakttyp, Pflanzenteil und Standardisierungsgrad bleibt zentral – nicht nur für Ashwagandha, sondern als methodisches Grundprinzip bei jeder Einschätzung pflanzlicher Wirkstoffe.